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Vortrag in Ladenburg: Bootsfunde und Kleinfestungen als militärhistorische Quellen

23. November 2017
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Es referiert Dr. Ronald Bockius (Römisch-Germanisches Zentralmuseum/Museum für Antike Schiffahrt in Mainz).

Zum Konzept valentinianischer Grenzsicherung zwischen dem Neckarmündungsgebiet und dem Mittelrheinabschnitt.

Jüngste Forschungen zur räumlichen Anordnung spätrömischer Lände-Burgi am nördlichen Ober- und am Mittelrhein legen nahe, dass die als Vorposten dienenden, miteinander durch den schiffbaren Fluss vernetzten Kleinfestungen gemäß geostrategischer Intentionen errichtet wurden. Sie waren am rechten Rheinufer über Flussstrecken von maximal 30 km verteilt. Stellt man jener Distanz das Leistungsprofil zeitgenössischer Mannschaftsboote gegenüber, so leiten sich aus den verfügbaren Daten Muster ab. Sie geben Aufschluss über die logistische Bewältigung einer amphibischen Überwachung und militärischen Sicherung des Grenzabschnitts im späteren 4. Jh.

Im Rahmen der Ausstellung „Große Welten – Kleine Welten. Ladenburg und der Lobdengau zwischen Antike und Mittelalter“ im Lobdengau-Museum, Ladenburg.

Dieses Thema bildet einen Schwerpunkt der Ausstellung, der durch folgende Elemente illustriert wird:

  • Archäologische Funde aus dem mächtigen Burgus von Lopodunum

  • Eine filmische 3 D-Visualisierung zur Grenzverteidigung im späten 4. Jh.

  • Das Modell eines Patrouillenbootes aus dieser Zeit

 Der Eintritt ist frei

Infos:

Start
23. November 2017
19.00 Uhr
Ende
20.30 Uhr
Veranstalter
Lobdengau-Museum, Ladenburg
Ort
Domhofsaal, Hauptstr. 7, 68526 Ladenburg